Dienstag, 5. November 2013

Zu viel Plastik - das Selbstexperiment

Hallo ihr Lieben, 

ich bin doch etwas früher zurück, als gedacht, da mich seit Freitag ein Post über Plastikmüll von der lieben Heike gedanklich begleitet hat. 

Sehr spontan hatte ich den Post mit dem Vorhaben kommentiert, ebenfalls ein Selbstexperiment durchzuführen. Und das werde ich nun umsetzen.

"Hä? Von was redet sie?" werdet ihr euch sicherlich fragen.

Ihr (vor allem die Frauenwelt) kennt das sicherlich: Ihr blickt in die Dusche und was findet ihr vor? Nicht nur ein Shampoo und ein Duschgel (und Spülung und ein Peeling oder was auch immer), nein, zwei oder drei von jeder Sorte, ach, was sage ich... TAUSENDE! 
Mehrere angefangene Flaschen und Tuben und was weiß ich nicht noch alles. 
Gekauft, weil man von der Verpackung angefixt war, weil der Duft so toll war, weil es zwei zum Preis von einem gab, weil es plötzlich aus dem Regal gefallen und im Einkaufskorb gelandet ist ... und dann? Die Flasche angefangen, aber nicht aufgebraucht. Lieber zwischendrin mal noch einen neuen Duft ausprobiert. Und noch einen. Und noch einen... Man könnte locker die nächsten zwei Jahre duschen und baden, ohne Nachschub kaufen zu müssen!

Ja, zu der Sorte gehöre ich auch. Ich bekenne mich schuldig! 
Es war mir bisher nur noch nie derart bewusst. 
Erst als ich mal ins Bad bin und die offenen Flaschen zusammengetragen habe, ist es mir wirklich erst klar geworden (denn es sind wirklich eine große Menge an angebrochener Flaschen...). 
Ähnlich ist es bei Bodylotions. Oder Cremes.

Das ist nur ein kleiner (!) Teil meiner angebrochenen Flaschen...

Glücklicherweise muss ich sagen, dass ich keinen Faible für Nagellacke oder Make-Up habe.
Meine Nagellack-Sammlung (Sammlung - die Übertreibung des Jahres !) besteht aus 4 Lacken. Ha!
Und seit ich vor ein paar Jahren das für mich perfekte Make-Up gefunden habe, wird auch nichts anderes mehr gekauft (und einmal gekauft hält es auch bei mir fast ein Jahr (!). Ernsthaft.). Ja, okay, ich habe noch sechs oder sieben Lidschatten zuhause (herrje... ich sehe schon, wir ihr mir mitleidig den Kopf tätschelt), aber das war's dann auch. 

Nun zum Selbstexperiment:
Ich werde erst dann wieder neues Duschgel, neue Bodylotion und Creme kaufen, wenn alle angefangenen Flaschen und Tuben aufgebraucht sind. Ja, ALLE (außer die beiden komischen Duschlotions von Ives Rocher. Die riechen wirklich ganz ganz fürchterlich!!).
Ganz konsequent! (okay, kurz bevor die letzte Flasche leer ist, werde ich eine neue kaufen). Ich werde auch grundsätzlich nach Alternativen suchen, die nicht sooo viel Plastikmüll produzieren (Seife z. B. kaufe ich schon seit Jahren in Nachfüllpackungen. Das verursacht zwar immer noch Plastikmüll, aber eben nicht so viel wie jedes Mal Seife im Spender zu kaufen.).
Mal gucken, wie mir das alles gelingen will....
Der nächste Besuch in der Drogerie wird auf jeden Fall interessant werden !

Natürlich könnte man dieses Experiment noch auf andere Lebensbereiche ausweiten (vor allem auf Nahrungsmittel (warum zum Henker muss man z. B. Salatgurken in Plastik einschweißen??! Was soll das denn?)), aber mir geht es bei diesem Post erst einmal nur um das Bad.

Wie sieht es bei euch aus? Gehört ihr auch zu oben beschriebener Sorte?
Wie viele offene Flaschen stehen denn bei euch rum oder macht ihr ganz konsequent erst dann eine neue Flasche auf, wenn die alte leer ist?
Achtet ihr darauf, wie viel Plastik ihr kauft? Verwendet ihr Nachfüllpackungen? Habt ihr Tipps für Alternativverpackungen / -marken?

Viele Grüße
Katrin

Kommentare:

  1. Hallöchen,

    das klingt nach einem tollen Projekt und wenn ich so viele Flaschen bei mir stehen hätte würde ich auch sofort mitmachen. ABER ich habe tatsächlich nur eine Flasche Duschgel (eines aus der Serie der Flaschen die ich bei dir auf dem Bild entdecke [werde ich aber nicht wieder kaufen ^^ - da sind Hormonverändernde Substanzen drin...:-/ ]) eine Haarspülung und eine Haarkur und zurzeit nur eine kleine Reiseflasche Schampoo weil meins leer ist und ich an meine Urlaubsration dran musste :-). Ich habe mich in der Hinsicht eigentlich ganz gut im Griff, bei anderen Sachen bin ich da aber auch wesentlich unkonsequenter, da gibt es dann doch auch noch viel zu tun.

    Bis vor einem Jahr habe ich mir eigentlich nicht so große Gedanken gemacht über die Flut an Plastiktüten welche man im Alltag so bekommt. Dann habe ich aber unsere Abstellkammer ausgeräumt und habe dabei drei Tüten-Tüten entdeckt und war so schockiert, dass ich nun eigentlich immer einen Jutebeutel dabei habe und die Tüten auch beim Kleidungseinkauf nur sehr selten mitnehme :-) das hat schon enorm geholfen den Müll einzudämmen. Die Tüten die man beim Einkaufen für Gemüse bspw. bekommt verwende ich anschließend immer als Mülltüte, also immerhin etwas Wiederverwertung ;-)

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Projekt und viel Freude beim ersten Einkauf nach dem alle Flaschen leer sind!

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  2. Yeay! Super das du mitmachst, ich freu mich. Jetzt sind wir schon 6 Tage trocken :-) Was hälst du von dem hasttag #nomoreplastic für Instagram? Mal schauen was wir in den nächsten Wochen alles leer bekommen. Lieben Gruß Heike

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  3. Guten Morgen,
    ja, das kommt mir sehr bekannt vor.:-)
    Hab nachdem ich das gelesen habe, mal das Badezimmer inspiziert. Und von mir stehen 5 Flaschen in der Dusche.Habe mir jetzt vorgenommen nicht mehr bei Drogerien die Sonderangebote mitzunehmen, sondern erst alles zu verbrauchen, was ich zuhause habe. Schlimm finde ich auch die Behältnisse von flüssigem Waschmittel oder Weichspüler.
    Ich bin vor ein paar Monaten von Berlin nach Bayern gezogen. In Berlin gab es riesige Mülltonnen, hier haben wir eine 60 Liter-Mülltonne und für Verpackungen die gelben Säcke.
    Ich merke von Monat zu Monat, dass es immer mehr gelbe Säcke werden. Und das gibt mir zu denken.

    Mal sehen, welche Maßnahmen ich für mich finde...
    Ich werde auf jeden Fall Dein Experiment verfolgen.

    Liebe Grüße aus der Oberpfalz

    Sandra

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